Es ist immer schön, darüber zu lesen, wie sozial Helmut Kohl und seine Wirtschaftspolitik doch war. Er war ja der “Streitschlichter”, der radikale Reformen verhinderte. Leider wurde er bei seiner Arbeit oft durch Ministerpräsidenten behindert, z.B. bei Steuervergünstigungen, Privatisierungen oder der Festlegung des Spitzensteuersatzes.
Das schönste, was ich aber heute lesen durfte: “Wirtschaftsliberale Reformen wie Haushaltskonsolidierungen einschließlich der Kürzung von Sozialleistungen, Senkungen von Unternehmenssteuern und Spitzensätzen der Einkommensteuer, Liberalisierungen des Arbeitsmarktes, die Privatisierung von Staatsunternehmen und die Deregulierung von Wirtschaftssektoren sind bei Wählerinnen und Wählern keineswegs durchgängig beliebt.”
Nein, woher das wohl kommt?
“(…) sozialpolitische Einschnitte dagegen sind in aller Regel sogar unmittelbar unbeliebt.”
Quelle: https://www.bundeskanzler-helmut-kohl.de/seite/wirtschafts-und-finanzpolitik/ (abgerufen 28.3.22)
Ließt sich, als hätte Kohl das selbst verfasst.

Ich: Ich würde gerne schreiben, dass Kohl egoistische, neoliberale Wirtschaftspolitik auf Kosten von Armen gemacht hat, selbstverliebt war und eine Vorliebe für Butter hatte – sagt Böhmermann zumindest. Aber das klingt unseriös und ist schwer zu begründen.
Kumpel: Du musst schon bei den Fakten bleiben. Zum Beispiel, dass er fett war.
