Masterarbeit, Tag *seufz*

Bitte was?

“Um aus dem Negativimage schlechter Arbeitsbedingungen herauszukommen, schlossen sich seit 2015 insgesamt 100 Betriebe [der Fleischwirtschaft] einer freiwilligen Selbstverpflichtung an, in der sich diese dazu verpflichten, ihre Beschäftigten und die Beschäftigten ihrer Dienstleister nach deutschem Arbeits- und Sozialrecht anzustellen.”

  1. Hat ja nicht gut geklappt. *hust Tönnies hust*
  2. 100 Betriebe?! (Kurz googeln… “2016 insgesamt 12.797 fleischerhandwerkliche Betriebe” in Deutschland. Andere Quelle: “Die Wirtschaftsklasse Schlachten umfasst etwa 370 Schlachtbetriebe” – Ich sehe hier große Differenzen und vermute eine problematische Diskrepanz…)
  3. Freiwillige Selbstverpflichtung. Ja klar, super! Funktioniert bestimmt.
  4. Die anderen 12.697 Betriebe sind nicht mal bereit, sich für basic Arbeitsbedingungen zu verpflichten?
  5. Warum braucht es überhaupt dazu eine Selbstverpflichtung? Sollte das nicht, weiß auch nicht, für alle gelten? Weil, keine Ahnung, Gesetz?!

Funfact: “die Tönnies-Gruppe (Umatz von 6,9 Mrd. Euro im Jahr 2017)” Hm… da könnte man doch erwarten, dass bei den Umsätzen die Menschen vernünftig bezahlt werden, oder?

*seufz* Du kannst doch auch nur noch Fleisch essen, wenn dir sowohl Tiere, wie auch Menschen, Umwelt und Zukunft egal sind, oder?

Fazit meiner Masterarbeit: Alle(s) scheiße.

Nächste Arbeit über schöne Themen. Zum Beispiel… Wolken. Wolken sind schön.

Quelle:
https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2020/Mindestlohn_Tarifgeschehen_2020.pdf S. 18

P.S. Deutschland. Wo “Allgemeinverbindlichkeitserklärung” ein normales Wort ist, das man auch nicht erklären braucht.
(Und bei Last Week Tonight lachen sie über “Geschäftslügentraurigkeit”)

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