Plastiktütendilemma

Nun ist es also soweit.
Die Regierung hat Plastiktüten verboten und jetzt sind mir doch tatsächlich die Müllbeutel ausgegangen!
Danke, Merkel.
Äh, ich meine natürlich

Um also meine beschichteten Kassenbons weiterhin ordnungsgemäß im Restmüll entsorgen zu können muss ich doch tatsächlich Mülltüten kaufen.

Ich stehe also im Geschäft vor den Müllbeuteln und suche nach etwas ökologischem…
– Kann ich die angeblich recycelbaren Biomülltüten, die für die meisten Biomülls eh nicht geeignet sind, als Restmüllsäcke benutzen?
– Oh, das hier hat einen hohen Recycel-anteil. …Ach so, nur für die Binde.
– Diese hier sind aus recyceltem… ach ne, recycelfähig…
– Mit Ökostrom… aber was sagt mir das über die Mülltüte?!
– Das sieht doch gut aus! Oh, für 50 Liter.
– Diese sind ganz gut. Aber 5 Liter sind etwas wenig, oder?
– Oder wenn ich doch einfach Papiertüten nutze?

(Als Öko-terroristin hat mans wirklich nicht leicht…)

Während ich also noch versuche, das Kleingedruckte zu entziffern, kauft die Frau neben mir ein halbes Dutzend Müllbeutel-packs.
Entweder verbraucht sie extrem viel Müll, preppern hat sonderbare Formen angenommen, oder sie will jemand etwas großes entsorgen. (Hoffe, ihrem Mann gehts gut)

Habe mich schließlich für die ökologischsten und kleinsten Müllbeutel entschieden. Was im Nachhinein die Frage aufwirft, ob ich durch Quantität die Qualität wieder zunichte mache.

Dafür darf ich jetzt öfter den Müll runterbringen, was zumindest für sportliche Betätigung sorgt.

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